Lüner CDU diskutiert Arbeitsmarkt der Zukunft

Lüner CDU diskutiert Arbeitsmarkt der Zukunft

Lüner CDU diskutiert Arbeitsmarkt der Zukunft

Lüner CDU diskutiert Arbeitsmarkt der Zukunft

Beschäftigungswachstum in Lünen übertrifft Bundestrend

Eine positive Bilanz der Beschäftigungsentwicklung in Lünen bei gleichzeitig großen Herausforderungen durch Arbeitslosigkeit und demografischen Wandel prägte die jüngste Vorstandssitzung des CDU-Stadtverbandes. Thomas Keyen, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Hamm, analysierte auf Einladung der Christdemokraten die aktuelle Arbeitsmarktsituation und gab einen Ausblick auf die kommenden Jahre.

Die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in der Lippestadt zeigte sich im Zehn-Jahres-Vergleich überdurchschnittlich robust. Während die Beschäftigung auf Bundesebene seit 2015 um rund 13,4 Prozent wuchs, verzeichnete Lünen im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 22,6 Prozent. Damit hebt sich der lokale Arbeitsmarkt auch positiv vom Landesdurchschnitt Nordrhein-Westfalens ab.

Trotz dieses Zuwachses bleibt die Situation ambivalent: Die Arbeitslosigkeit in Lünen liegt mit 10 Prozent weiterhin über dem Bundesdurchschnitt. Das starke Jobwachstum allein reicht bislang nicht aus, um allen Arbeitssuchenden eine Perspektive zu bieten. Hinzu kommt der demografische Wandel, der den Fachkräftemangel verschärfen wird. Prognosen für den Kreis Unna zeigen, dass fast die Hälfte der aktuell sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – konkret 46 Prozent – in den nächsten 20 Jahren das Rentenalter erreichen wird.

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs lag auf der Transformation der Berufsbilder durch Digitalisierung. Keyen erläuterte anhand von Substituierbarkeitspotenzialen, dass zwar viele Routinetätigkeiten künftig von Technologien übernommen werden könnten, dies jedoch nicht zwangsläufig zum Wegfall der Berufe führe. Vielmehr verändern sich die Anforderungsprofile, was eine stetige Qualifizierung erforderlich macht.

Für die CDU Lünen ergeben sich aus diesen Daten klare handlungspolitische Aufträge. Stadtverbandsvorsitzender Dr. Karl Schürmann ordnete die Ergebnisse ein:

„Die positive Beschäftigungsentwicklung ist ein gutes Signal, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Arbeitslosigkeit in Lünen noch immer zu hoch ist. Wenn gleichzeitig fast die Hälfte der Belegschaften in den nächsten Jahrzehnten in den Ruhestand geht, müssen wir handeln. Wir brauchen dringend moderne Gewerbeflächen – sowohl für Neuansiedlungen als auch für unsere ortsansässigen Betriebe, die expandieren wollen. Die Entwicklung der STEAG-Fläche ist daher kein Selbstzweck, sondern eine notwendige Vorsorge, um Arbeitsplätze in Lünen zu sichern und neue zu schaffen.“

Positiv bewertete Keyen abschließend lokale Initiativen zur Nachwuchsgewinnung. Formate wie die „Lüner Nacht der Ausbildung“ seien wichtige Bausteine, um junge Menschen und Ausbildungsbetriebe frühzeitig zusammenzubringen und dem Fachkräftemangel an der Wurzel zu begegnen.

12. Februar 2026