Die Geschäfte in Lünen öffnen wieder und Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Christoph Tölle setzt ein positives Zeichen in Zeiten der Corona-Krise. Sein Dank richtet sich dabei besonders an die Händler und Kunden. 

Mit großem Bedauern haben die Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung und des Stadtverbandes zur Kenntnis genommen, dass der ehemalige Vorsitzende Heinz-Wilhelm Otto gestorben ist. MIT-Vorsitzender Friedhelm Mennicken würdigt Otto: "Heinz-Wilhelm Otto hat sich zeitlebens für die Belange der klein- und mittelständischen Betriebe eingesetzt und die Geschichte der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung geprägt. Mit ihm verlieren wir auch einen Fürsprecher des heimischen Handwerks. Bodenständigkeit und Bindung an die Region waren für diesen Mittelständler stets oberstes Gebot."

 

Herbert Jahn

Wir nehmen Abschied von Herbert Jahn, der in den Mittagsstunden des 26.03. im Alter von 68 Jahren verstorben ist.

Herbert Jahn war seit 1992 Mitglied unserer CDU und seit mehr als 20 Jahren Mitglied im Rat der Stadt Lünen; über 10 Jahre leitete er den Ausschuss für Sicherheit und Ordnung, sein besonderer Einsatz galt der Feuerwehr und dem Rettungswesen in unserer Stadt.
Von 2001 bis 2011 leitete er den Stadtverband der CDU Lünen, auch in diesem Amt genoss er höchste Anerkennung, die Mitglieder schätzten sein offenes und unkompliziertes Handeln.
Der Stadtverband und die Fraktion der CDU-Lünen ist Herbert Jahn zu großem Dank verpflichtet. Die Gedanken der Mitglieder sind bei seiner Frau Karin. Wir haben einen Freund verloren und werden ihn sehr vermissen.

Die CDU Altlünen –Altstadt hatte vor den Einschränkungen bezüglich der aktuellen Corona-Situation zu einem Spezialworkshop in der Veranstaltungsreihe der CDU Lünen zum Thema „ IGA 2027 - eine Chance für Lünen" den zuständigen Abteilungsleiter des Regionalverbandes Ruhr Herrn Horst Fischer eingeladen. Dieser erläuterte auf der gut besuchten Veranstaltung die bisherige Planung des RVR und der Stadt Lünen zu dem Zukunftsprojekt einer Internationalen Gartenschau 2027 (IGA 2027) auf der Viktoriabrache.

Zielsetzung ist es ein grünes Band von der Innenstadt - über den Landschaftspark Viktoria (IGA 2027) mit einer neuen Lippequerung sowie den Volkspark Schwansbell zum Seepark in Horstmar zu schaffen. Dieses anspruchsvolle Projekt hat zum Ziel die Stadt Lünen für die Bewohner und Besucher noch attraktiver zu machen und der Bevölkerung auf der bisher abgesperrten Zechenbrache eine hochwertige Freizeit- und Erholungsfläche unmittelbar am Stadtzentrum anzubieten. Damit profitiert auch die Innenstadt und unterstützt eine positive Entwicklung.
Zumal die CDU auch Überlegungen zur baulichen Nutzung des Pfarrer Bremer Platzes und des Theaterparkplatzes in die Diskussion um das künftige Bild unserer Stadt mit eingebracht hat. Hier ergänzen sich ganz unmittelbar Zukunftsvisionen.
In der weiteren Diskussion wurde deutlich, dass es besonders wichtig ist, den im Sommer anstehenden Architektenwettbewerb von Seiten der Stadt sorgfältig und mit Hilfe erfahrener Experten vorzubereiten.
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Dank und Lob an die vielen Helferinnen und Helfer in der Krise kann gar nicht oft genug ausgesprochen werden. Die Menschen im Gesundheitswesen, bei Polizei, Feuerwehr, Transport-und Lieferdiensten und natürlich im Einzelhandel und darüber hinaus viele andere erweisen sich als wahre Helden des „Alltags“. Ein Alltag, den wir so bisher noch nicht kannten. Wie man an vielen Orten beobachten kann, stellen sich die Lünerinnen und Lüner schon gut auf die neue Situation ein, wir wünschen uns allerdings noch mehr gegenseitige Rücksichtnahme zwischen den Generationen jung und alt, aber auch alt und jung. Insbesondere sollte der Appell „Bleib zuhause!“ wirklich ernst genommen werden. Keine Zusammenkünfte in Gruppen, Abstand halten, kurzum die empfohlenen Regeln einhalten, ist das Gebot der Stunde.

Land und Bund stellen enorme Hilfsgelder zu Verfügung, in nie dagewesener Höhe und Geschwindigkeit, um schnell und unbürokratisch zu helfen.

Arbeitnehmer, Unternehmer und Vereine leiden in unserer Stadt zurzeit ganz besonders unter den wirtschaftlichen Folgen der Krise, daher wird die CDU Lünen bei der Stadtverwaltung den Antrag stellen, für Unternehmen und Vereine jeweils eine Anlaufstelle zur Koordination und zum Austausch einzurichten. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden wir Kontakt zur örtlichen Bundesagentur für Arbeit aufnehmen, um auch dort im Rahmen unserer Möglichkeiten die Lüner Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen.

Das Leben hat und wird sich noch weiter verändern in unserer Stadt, wir möchten dies miteinander politisch und menschlich begleiten und mit Mut die Herausforderungen an uns alle bewältigen.

Nominierungsrede unseres Bürgermeisterkandidaten und Fraktionsvorsitzenden Christoph Tölle

Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,
liebe Gäste und Vertreter der Presse,

ich freue mich, dass ich mich heute Abend hier bei euch und Ihnen als Bürgermeisterkandidat der CDU Lünen bewerben darf.

Zunächst möchte ich mich persönlich vorstellen.
Ich bin 39 Jahre alt, gelernter Bankkaufmann und haben 2013 meinen Betriebswirt mit der Schwerpunktneigung Recht abgelegt.
Ich bin verheiratet und habe eine 2 ½ jährige, entzückende Tochter, die Zuhause das Regiment führt und mich und meine Frau dementsprechend auf Trapp hält.
Meine Wurzeln liegen in Herne. Unmittelbar zum Herner Bahnhof hatte mein Opa Jahrzente eine eigene Kohlenhandlung. Dieser heiratete seineszeitens eine Altlünerin.
Meine Oma ist eine geborene Plagge, somit eine der 11 Kinder des ehemaligen Getränkehandels und der Gaststätte Haus Plagge.
In meiner Kindheit war ich daher sehr oft in Lünen und habe auch eine starke Bindung zu unserer wunderschönen Stadt entwickelt,
was mich letztendlich auch dazu geführt hat vor rund 10 Jahre mich häuslich in Lünen niederzulassen.
Seit 2008 bin ich freigestelltes Betriebsratsmitglied und führe in Dortmund und Essen seit 2014 den Betriebsrat als Vorsitzender an.
Ich vertrete dort mit meinem Team ca. 1000 Beschäftigte in der ehemaligen Postbank AG, heute in der DB Privat- und Firmenkundenbank, eine der größten Töchter der Deutschen Bank.
Da die Bank früher verstaatlicht war, haben wir auch noch ganz viele Bundesbeamte, die wir von unserem Standort aus bundesweit im Beamtenrecht mitbetreuen.

An meiner beruflichen Entwicklung kann man, glaube ich, schnell erkennen, dass mich Politik schon immer interessiert hat.
Über die Junge Union habe ich schnell den Weg in die Kommunalpolitik gefunden.
Vielen Dank an der Stelle in Richtung Daniel Pöter und sein damaliges Team.
Seit 5 ½ Jahren bin ich bereits Mitglied im Rat.
In dieser Zeit ist in mir deutlich der Wunsch gewachsen noch mehr für diese Stadt zu tun und mich als Bürgermeisterkandidat zu bewerben.
Lünen kann deutlich mehr als wir es in den letzten Jahren erlebt haben. Wir müssen endlich aus dem Dornröschenschlaf erwachen und nach außen hin auch zeigen was in dieser tollen Stadt noch alles möglich ist und steckt.
Fangen wir an mit dem Thema Städtebau:
Wir müssen mehr attraktiven und auch bezahlbaren Wohnraum im Einklang mit ökologischen Aspekten schaffen, damit nicht alle Welt nur durch Lünen fährt sondern auch sich hier niederlässt und wohlfühlt.
Mit unserer 1. Zukunftswerkstatt „Wohnen und Leben in Lünen 2035“ haben wir uns bereits als CDU auf den Weg gemacht, mit den Bürgerinnen und Bürgern städtebauliche Ziele zu definieren und weiterzuentwickeln um sie zielstrebig umzusetzen.
Damit ist es allerdings nicht allein getan,
denn wir brauchen deutlich mehr Arbeitsplätze in unserer Stadt.
Bei einer Arbeitslosenquote von ca. 9 ½ Prozent fehlen derzeit rund 4.000 Arbeitsplätze. Deshalb ist es aus meiner Sicht auch umso wichtiger die Entwicklung des Steag-Geländes eng zu begleiten, da in der Entwicklung dieses großen Geländes eine riesen Chance und tolles potential für die Arbeitsmarktentwicklung in Lünen steckt.
Der Kohleausstieg hat eine elementare Bedeutung für Lünen, da ja auch in einigen Jahren das Trianel-Kraftwerk vom Netz genommen wird und dort eine weitere Fläche zur Neuentwicklung anstehen wird.
Ich setze mich dafür ein, dass die Strukturausgleichsgelder für den Kohleausstieg von Bund und Land natürlich in die betroffenen Standorte fließen. Die Stadt Lünen ist hierbei besonders betroffen, da wir mit zwei Kraftwerksschließungen die größte Herausforderung und auch den damit verbundenen Kraftakt vor der Brust haben.
Deshalb liebe Parteifreundinnen und freunde war es auch wichtig und richtig die ÖPNV-Anbindung auf Drängen der Lüner CDU zu realisieren. Es muss aber auch weitergehen, daher benötigen wir vernünftige Verkehrsanbindungen für dieses große Gewerbequartier. Es muss in Zukunft sichergestellt werden, dass diese Flächen über kurze Wege schnell und gut erreicht werden können, ohne die ökologischen Aspekte außen vor zu lassen.
Wir brauchen ein Zukunftskonzept: „Lünen staufrei 2035!“
Dies ist nur ein Beispiel vieler städtebaulicher Handlungsfelder, die wir gestalten müssen und auch wollen.
Jeder der bei unserer 2. Zukunftswerkstatt Arbeit und Bildung 2035 im Hansesaal war, weiß, worauf ich hinaus will.
Ich denke, dass viele von euch und Ihnen noch die Themen und Aspekte der Referenten im Ohr haben.
Als Schulträger muss die Stadt voran gehen und die besten Schulen bieten, um auch in den bildungstechnischen Anforderungen der Zukunft als Leuchttürme unumstößlich dazustehen.
Sowohl im Arbeitsleben als auch in den Schulen sind wir dazu angehalten die notwendigen Voraussetzungen der Digitalisierung zu schaffen, anzupassen und natürlich auch umzusetzen. Es ist nicht damit getan lediglich neue Computer, Ipads und Whiteboards anzuschaffen. Eine technische Betreuung für die Hard- und Software sowohl die Weiterentwicklung der Lehrer und Sozialpädagogen muss gewährleistet sein.
Die Schüler dürfen ihre sozialen Kompetenzen im Umgang mit der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz nicht verlieren.

Die Attraktivität einer Stadt, wie Lünen, macht sich nicht nur über die Wirtschaftsfaktoren, die Infrastruktur und die Bildung aus, sondern auch über die weichen Standortfaktoren.
Freizeitangebote für Kinder, Familien und jeden einzelnen in Lünen müssen breiter aufgestellt und den heutigen Interessen angepasst werden.
Wir benötigen ausreichende Betreuungsangebote für die kleinen und schützenswertesten in unserer Gesellschaft, aber auch für die Kinder in Schulen und die Senioren. Nur so kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelebt werden.
Wir wollen nicht, dass junge Familie in andere Nachbarstädte abwandern.

Neben einer attraktiven Innenstadt und guten Untercentren, die gehegt und gepflegt, aber auch weiterentwickelt werden müssen, haben wir ein besonderes Pfund:
Wir haben in Lünen das einzige Theater im Kreis und auch im weiteren Umfeld Richtung Münsterland.
Das Hilpertheater muss noch mehr in den Mittelpunkt unserer Stadt gerückt werden und kann sicherlich noch vielseitiger und interessanter genutzt werden.

Kleine Bemerkung am Rande:
Die Stadtfeste und viele kulturelle Veranstaltungen sind sicherlich nicht schlecht aber an der einen oder anderen Stelle optimierungsfähig.

In Verbindung mit der Internationalen Gartenausstellung, kurz IGA, wird ein wesentlicher Teil der kommenden Ratsperiode die Entwicklung der Viktoriafläche ausmachen.

Der Faktor Sicherheit und sicherheitsempfinden sind durch die hervorragende Ordnungspartnerschafften gestärkt worden. Diese werde ich als Bürgermeister auch weiterhin unterstützen und die Ortsteile weiter einbeziehen.
Ich wehre mich aber vehement gegen die Darstellung der AfD, die bei den Bürgerinnen und Bürgern mit ihren Unwahrheiten Ängste schüren und sie verunsichern.

Wir müssen aufstehen und uns gegen solche Unterstellungen und Behauptungen wehren.
In Lünen ist kein Platz für die Rechten!

Die CDU hat sich auf allen Ebenen immer gegen eine Zusammenarbeit sowohl mit den extremen Rechten, wie auch auf der gegenüberliegenden Seite mit den extremen linken verwehrt. Ich glaube, dass viele in den heutigen Diskussionen vergessen haben wie die linksradikalen in Hamburg die Stadt mit ihren Krawallen und unsere Demokratie angegriffen haben.

Im Gegensatz zu dem was einige glauben, behaupten zu müssen ist die CDU in Lünen sehr gut aufgestellt. Wir arbeiten alle vertrauensvoll zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Dies hat mich auch dazu bewogen, mich als Bürgermeisterkandidat zu bewerben.

Aus meiner Arbeit als Betriebsratsvorsitzender weiß ich, wie wichtig eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter für eine erfolgreiche Arbeit ist.
Mit Entsetzen mussten wir allerdings in den letzten Jahren eine wachsende Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern in der Verwaltung feststellen. Man spricht mittlerweile sogar von einer Rathausflucht.
Es ist dem amtierenden Bürgermeister nicht gelungen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aufzubauen. Ich setze mir zum Ziel das Vertrauen der Mitarbeiter wieder zu gewinnen. Ich will sie in richtungsweisende Entwicklungen einbinden.
Nur mit einer zufriedenen Belegschaft kann die Verwaltung gut für die Bürgerinnen und Bürger arbeiten und damit auch einen besseren Service am Kunden leisten.

Zurück zum guten Zusammenhalt der CDU Lünen:
Wir, liebe Parteifreundinnen und Freunde arbeiten nicht nur eng zusammen, sondern wir sind auch gut zum Land vernetzt.
Ihnen dürfte ja bekannt sein, wer in den letzten 8 Monaten alles aus der Landesregierung in Lünen war.
Angefangen mit Ministerpräsident Armin Laschet, Innenminister Reul, unserer lokalen Ministerin Ina Scharrenbach, bis hin zum Arbeits und Gesundheitsminister Laumann.

Eins ist klar, nur mit einer starken Basis , und dem Rückhalt und einer guten Zusammenarbeit auf allen Ebenen können wir es schaffen erfolgreich in die Wahlen zu gehen.

Wir haben mit unseren Zukunftswerkstätten die ersten Grundpfeile gelegt.
Ich will mit euch, Ihnen und den Bürgerinnen und Bürgern zusammen unsere Zukunft gestalten und bitte daher um Ihre Unterstützung.

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Auf der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes im Gemeindesaal von St. Marien wählten die anwesenden Mitglieder Christoph Tölle zum Bürgermeister-Kandidaten der CDU Lünen. Mit 46 von 47 möglichen Ja-Stimmen nahm er die Wahl an.
Stadtverbandsvorsitzender Günter Langkau gratulierte ihm. Im Rahmen der Veranstaltung nutze er auch die Gelegenheit die bereits Ende des Jahres zurückgetretenen Fraktionsmitglieder Annette Droege-Middel, Andreas Kops und Herbert Jahn noch einmal ordentlich zu verabschieden, bedankte sich herzlich bei Ihnen und überreichte Geschenke.

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Unser Workshop zur Zukunftswerkstatt "Wohnen und Leben in Lünen 2035" mit Herrn Dr. Ing. Hendrik Jansen findet aufgrund von Terminverschiebungen am 23.04.2020 von 17 bis 21 Uhr und nicht wie ursprünglich geplant am 28.02. statt.

Veranstaltungsort ist der Pfarrgemeindesaal von St. Ludger in Alstedde.
Eine gesonderte Einladung geht Ihnen noch zu.

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CDU Zukunft Gruppe offiziell vorher kleinCDU Zukunft Diskussion kleinCDU Zukunft Publikum kleinZur Zukunftswerkstatt unter dem Titel „Wohnen und Leben in Lünen 2035“ hatte die CDU-Lünen am Dienstag (7.1.) eingeladen, Gastgeber war an diesem Abend der Bauverein zu Lünen. Als prominente Referentin konnte man sogar Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW, gewinnen. Nicht minder interessant waren außerdem die Beiträge der ihr folgenden Referenten: Dipl.-Meteorologe Guido Halbig (Deutscher Wetterdienst, Leiter Regionales des Klimabüros Essen) und Dr.-Ing. Hendrik Jansen (Vertreter der Professur für Städtebau und Bauleitplanung der TU Dortmund).

Die CDU hatte mit diesem Thema der Zukunftswerkstatt anscheinend großes Interesse hervorgerufen, denn das geräumige Foyer des Bauvereins platzte sprichwörtlich aus allen Nähten. Marco Morten Pufke, Kreisvorsitzender der CDU Unna, moderierte den politischen Abend. Stadtplanung, Klimawandel und Digitalisierung waren dabei die Kernthemen.

Christoph Tölle, Fraktionsvorsitzender der CDU-Lünen, begrüßte die Gäste und Referenten, betonte, dass nur der Wandel beständig sei, der lokale Handel besonders vor Herausforderungen stehe und das Thema Arbeitsplatzangebote sehr wichtig sei. Absichtlich überspitzt riss er für Lünen eine Vision an, in der innerstädtischer Verkehr unterirdisch verlegt wird und er neue Nutzungen für den Pfarrer-Bremer- und Theaterparkplatz vorschlug. Dass auch überspitzte, gar zunächst verrückte klingende Zukunftsideen tatsächlich mit einfließen könnten oder sogar zum Teil müssten, war am Ende eine Erkenntnis des besonderen Abends.  

NRW-Ministerin Ina Scharrenbach startete mit einem kurzen Vortrag zum Thema „Ruhrgebiet weiterentwickeln – Chancen für die Mittelstadt Lünen“ und gratulierte der CDU Lünen zunächst, dass sie diesen Dialogprozess anstieße. Nach kurzer Einführung zu aktuellen Problemen des stationären Handels gegenüber Online-Kaufhäusern, betonte sie, dass lokale Unternehmer fest zu einer Stadt dazugehörten, „weil sie Motoren und Träger von Stadteinwicklung sind.“

Deswegen werde es eine Herausforderung sein, diesen lokalen „Marktplatz“ in Innenstädten in das nächste Jahrzehnt zu führen. Handel werde sich mehr verdichten, die Handelsfläche werde in den Innenstädten kleiner, so Scharrenbachs Ausführung. Für Lünen sieht die Ministerin einen entscheidenden Vorteil. „Sie haben Wasser in der Stadt. Und Mensch und Wasser gehört zusammen.“ Und dabei lobte sie unter anderem das Projekt des Lippe-Wohnparks. „Und Sie brauchen eine Stadt der kurzen Wege. Auch unter den Gesichtspunkten Umwelt, Klima, Mobilität.“ Dabei betonte Scharrenbach, dass die E-Mobilität bei den Autos nur eine Brückentechnologie sei, Wasserstofftechnik sei die Zukunft, aber man dürfe nicht die gleichen Fehler machen wie bei der E-Mobilität. Auch sie merkte an, dass in den letzten Jahren das Thema „Grün“ oft bei Stadtentwicklung nicht mehr vorgekommen sei - aus Kostengründen. Aber man brauche Grün in einer Innenstadt. Und deswegen gehöre es unmittelbar dazu, nicht nur funktional zu denken in der Städteplanung.

Dipl.-Meteorologe Guido Halbig, Deutscher Wetterdienst, Leiter Regionales Klimabüro Essen referierte anschließend zum Thema „Klimatische Auswirkungen auf die Stadtentwicklung“. Die Grundlage für seine Ausführungen machte er in seinem informativen und unterhaltsamen Beitrag schnell deutlich. Der fortschreitende Klimawandel sei die zentrale Aufgabe des Menschen, der ja selbst laut Belegen für den stark erhöhten CO2-Ausstoß fast ausschließlich allein verantwortlich sei.

Hitzebelastung und Dürre der vergangenen zwei Sommer wären in einigen Jahrzehnten die Regel. Der Weltklimarat gehe davon aus, dass sich die Erde bis zu 5 Grad bis Ende des Jahrhunderts erwärmen werde, wenn die Menschheit so weitermache wie bisher. Wir müssen dringend handeln“, betonte Halbig. Um den Klimawandel zu stoppen, gibt es Ansätze wie Solarzellennutzung, Dachbegrünungen, Windräder mit Beteiligung der Bürger und Pflanzungen von Bäumen sowie das Erhalten von Frischluftschneisen. „Wir müssen drastisch CO2 verringern“, so die Mahnung des Experten. Auch die Digitalisierung bei der Verkehrsvernetzung könne in Zukunft helfen. „Digitalisierung ist auch bei Klimaschutz eine Riesenchance“, betonte Halbig.   

Dr.-Ing. Hendrik Jansen, Vertreter der Professur für Städtebau und Bauleitplanung der TU Dortmund referierte zum Thema „Zukunft des Ruhrgebiets und die Bedeutung für Lünen“. Für die Lippestadt schlug er konkret drei Punkte vor, als Ideenanstoß. Die Zukunft der Stadt müsse allerdings von hier direkt kommen. Der Input von außen sei gut, die Veränderung müsse man vor Ort in die Hand nehmen.

Die erste Idee ist die „Fünf-Minuten-Stadt“ - als Stadt der kurzen Wege, maximal kompakt und nutzungsgemischt: wohnen, arbeiten, Schule etc. müssen näher zusammenrücken. „Umweltverbund zuerst, mit Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr, Autos haben nicht immer freie Fahrt“, war der nächste Punkt. Dies sei zwar sicher kontrovers zu diskutieren, aber laut Jansen sehe man, dass Städte mit besonders hoher Lebensqualität bereits erfolgreich darauf bauten.

Die zweite Idee für Lünen ist die „Nachbarschaftsstadt“, was das genau bedeutet, sei zwar individuell, aber es sei wichtig die Charaktere von Quartieren zu sehen, entsprechend zu gestalten und zu unterstützen.

Die dritte Idee ist die „Landschaftsstadt“, auch er betonte hier, wie wichtig und positiv die Lage der Lippe in Lünen sei, auch der Kanal und der Seepark seien gute Beispiele. Freiräume sollen dabei verbunden sein, man müsse sehen, dass Freiräume mehr als eine Funktion erfüllen können. Neben der Erholung, können diese Flächen auch produktive Funktion haben, ohne sie zu überlasten. Die Stadt Lünen habe riesige Potentiale. Handlungsbedarf sieht Jansen jedenfalls am Pfarrer-Bremer- und Theaterparkplatz und an der Kurt-Schumacher-Straße.

Umdenken im Verkehrswesen - und verrückten Ideen in der Planung zumindest in Erwähnung zu ziehen, waren Ansätze, die die CDU und die weiteren Anwesenden mitnahmen. Wie das im Detail funktionieren soll, war an diesem Abend selbstverständlich nicht zu klären, allerdings gab die informative Veranstaltung eine klare Richtung vor, dass man aus dem Ideenpool und Denkanstößen der drei Referenten sicherlich einige Bausteine auch für Lünens Zukunft mit einplanen sollte.

Diese Aufgabe hat nun die örtliche Politik. Die CDU jedenfalls will u.a. konkret die Anstöße, den Pfarrer-Bremer- und Theaterparkplatz anders zu nutzen oder die Idee zur Untertunnelung der Kurt-Schumacher-Straße prüfen lassen. Und auch die internationale Gartenausstellung IGA 2027 sei für Lünen eine Chance. Davon werde man sicherlich auch hier in der Stadt profitieren, wie gleich mehrere Anwesende betonten.

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Organisiert durch die CDU Ortsunion Altlünen/Altstadt besuchte sie gemeinsam mit der Ortsunion Brambauer vor einigen Tagen den Landtag in Düsseldorf. Begrüßt und empfangen wurden sie dabei von André Kuper, dem Präsidenten des Landtags Nordrhein-Westfalen persönlich. Mit ihm ins Gespräch zu kommen war für die Besucher eine besondere Ehre und sehr interessant. Nicht nur die politische sondern auch seine private, bodenständige und bürgernahe Seite durften die Besucher in seinem eigenen Büro kennenlernen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank dafür.

Am Samstagmorgen erlebten die Bürger in Horstmar etwas, was es so schon lange nicht mehr gab, denn sie wurden nach ihrer Meinung gefragt bevor etwas politisch auf den Weg gebracht wird. Diese Art der Bürgerkommunikation der CDU kam gut an bei den Menschen in Horstmar. Die Fragen zum zukünftigen Konzept für den Seepark wurden i.d.R. gern beantwortet und auch um persönliche Statements ergänzt. Die Lüner zeigten engagiertes Interesse an der Zukunft des Parks. Die CDU wird das Konzept der Befragungen zu diesem Thema fortsetzen und mit den Bürgern im Dialog bleiben.

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